„Die Schau-Schmiede“ am Triesting-Gölsental Radweg

Schmieden ist ein traditionelles Handwerk in der Region Triestingtal. Aus privatrechtlicher Sicht waren früher Schmieden zumeist radizierte Gewerbe und waren mit einem Haus als untrennbarer Teil im Grundbuch eingetragen.

Triesting – Aus privatrechtlicher Sicht waren früher Schmieden zumeist radizierte Gewerbe und waren mit einem Haus als untrennbarer Teil im Grundbuch eingetragen. Als nicht zur Familie gehörig konnte man deshalb einen Betrieb meist nur dann erwerben, wenn man die Witwe heiratete. Die Einführung der Gewerbefreiheit 1860 beseitigte die noch vorhandenen Reste der Zünfte und nahezu alle bis dahin bestehenden Schranken für die Ausübung eines Gewerbes.

Schmieden ist ein traditionelles Handwerk in der Region Triestingtal. Der Urheber der heutigen Firma Kriessl Fahrzeugbau stammte ursprünglich aus der Berndorf: “Thomas Kriessl, Schmied und Wirt am Hermannsplatz“. Damals wurden Pflüge, Eggen und Beschläge für Leiterwagen hergestellt sowie Hufbeschläge für Ochsen und Pferde angefertigt. Dessen Sohn Franz Kriessl kam nach Weissenbach und betrieb ab 1872 eine Schmiede neben dem Gasthaus Umgeher. Sein Sohn JohannKriessl übernahm 1898 den Schmiedebetrieb und leitete diesen bis 1936.

Anton Kriessl führte den Betrieb seines Vaters Johann weiter. Er kaufte 1963 den alten Kalkofen von Josef Reischer und erbaute eine Werkstatt, die bis zum heutigen Tag der Standort der Firma Kriessl Fahrzeugbau GmbH & Co KG ist. Johann Kriessl übernahm den Betrieb 1973 und mache aus der ehemaligen Huf- und Wagenschmiede einen LKW- und Fahrzeugbau Fertigungsbetrieb. Der heutige Geschäftsführer Hannes Kriessl übernahm 2008 und produziert mit seinen kompetenten Facharbeitern individuelle LKW-Aufbauten aller Art sowie Stahlbauten und Hochwasserschutzwände.

Dazu einige Schmieden im Triestingtal aus jüngerer Zeit in: Kaumberg (Michael Bruckner, Josef Farcher, Gustav Kühn); Thenneberg (Richard Fiedler), Weissenbach (Ferdinand Heim und Karl Plaikner), Furth (Franz Glatzmaier), Fahrafeld (Franz Braunek), Pottenstein (Rudolf Braunek und Josef Ullrichshofer).

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