MONIKA KRAMPL

Quergedacht – quergeschrieben

St. Pölten – Nachdenklichkeiten über Beziehungen / Mensch und Umwelt / Klimawandel / Parteien / Staaten und so manch anderem noch …

Die Gedanken wandern und ich wandere mit – hat doch alles mit Allem zu tun.

Wenn eine Frau, die in einer Beziehung lebt, in der sie und ihre Kinder geschlagen, misshandelt und gedemütigt werden, nicht nur die Beziehung beenden, sondern den Mann / den Vater / der nicht väterlich ist / auch anzeigen will, heißt es immer noch und ihr glaubt es nicht, wie oft – in einer Täter/Opfer/Umkehr: “Du (Täterin) kannst doch den Kindern nicht den Vater (Opfer) nehmen!“ und “Wovon wollt ihr dann leben, wenn dein Mann / der Vater / ins Gefängnis kommt?“

Resümee: Störe die Ordnung nicht. Bleib in dieser gewalttätigen Beziehung und lass dich und die Kinder körperlich und seelisch zu Grunde richten. Es soll alles so bleiben wie es ist.

Auch wenn die Ordnung eine Unordnung ist / die aber niemand so sehen und erkennen soll.

Wenn Wälder gerodet – Bäume “geschlagen“ werden / die Natur – und  damit die Menschen (ja, da gibt es einen Zusammenhang) – an Giften zu Grunde gehen / die Meere und seine Bewohner am Plastik ersticken / der Meeresspiegel und die Temperaturen steigen / die Gletscher schmelzen -und es Menschen gibt, die dies aufzeigen- “anzeigen“ und fordern, aus diesem lebensfeindlichen Verhalten auszusteigen, heißt es immer noch und ihr glaubt es nicht, wie oft – in einer Täter/Opfer/Umkehr: “Ihr (Täter) könnt doch nicht die Wirtschaft (Opfer) zerstören!“ und “Wovon wollt ihr denn leben, wenn es keine Arbeitsplätze mehr gibt?“

Resümee: Stört die Ordnung nicht. Lasst alles so wie es ist, bis ihr körperlich und seelisch zu Grunde geht. Denn – wissen wir schon: Es soll alles so bleiben wie es ist.

Auch wenn die Ordnung eine Unordnung ist / die aber niemand so sehen und erkennen soll.

Ende der Diskussion, bevor sie begonnen hat.

Ein bewährtes Totschlagargument.

Noch immer.

Doch – Wir sind JETZT an einem Punkt angelangt, an dem wir bereit sein sollten, einen hohen Preis zu zahlen, damit wir ÜBERLEBEN. Und – bei diesem “hohen Preis“ handelt es sich nicht um unser körperliches Leben. Es handelt sich um einen “finanziellen“ Preis – um materielle Dinge – und damit verbunden einem Verzicht auf Komfort / oder sagen wir besser “Gewohnheiten“ – denn so mancher Komfort, ist gar keiner, weil ohne ihn ein besseres / freieres / lustvolleres Leben möglich wäre …

Meine Lebenserfahrung: Jedes Mal hat sich eine Reduzierung, die sich erst als Verlust angefühlt hat, mit der Zeit als Gewinn herausgestellt!

Viel gäbe es zu tun – viel gibt es zu tun.

Für jede Einzelne und jeden Einzelnen von uns.

Und für die Regierungen in aller Welt sowieso.

Doch –  die alte Ordnung wird weitergeführt – wider besseres Wissen und Gewissen?

“Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.“

(Bertolt Brecht)

Die einen führen Sondierungsgespräche, um auszuloten welche “gegnerische“ Partei wohl am besten zu den eigenen Wünschen und Begehrlichkeiten passt, bevor die eigentlichen Regierungsgespräche beginnen; während andere Kriege führen und Völker auslöschen, unter welch fadenscheinigen Gründen auch immer, die von allen durchschaut werden / die niemand glaubt / und trotzdem niemand etwas dagegen unternimmt …

Sind wir es immer noch nicht müde uns zu bekriegen – Mann und Frau bekriegen sich in Kleinkriegen / Parteien führen ihre Kriege um Macht und Einfluss / Staaten ihre Religions- und / oder Völkerkriege ….

Währenddessen sitzen wir am absteigenden Ast und die Erde wird uns – wohl in absehbarer Zeit – gehörig schütteln / wenn nicht gar abschütteln …


https://monikakrampl.wordpress.com/

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