Radiosender Ö1 ist bald in Gefahr

Der einzige Sender ohne Werbung – welch Behagen und Genuss Beiträge und Musik ohne Werbeunterbrechungen hören zu können! Das alles wird es bald nicht mehr geben, bzw. ist es in Gefahr.

St. Pölten – Ich bin Ö1-Hörerin – eigentlich höre ich nur Ö1 – und finde es furchtbar, was rund um diesen qualitätsvollen Kultursender alles passiert! Der einzige Sender ohne Werbung – welch Behagen und Genuss Beiträge und Musik ohne Werbeunterbrechungen hören zu können! Wie sehr habe ich es genossen, zu den verschiedensten Konzerten und Veranstaltungen ins Radiokulturhaus zu gehen als ich noch in Wien wohnte – ein Spaziergang von der Ungargasse im 3. Bezirk in die Argentinierstraße im 4. Bezirk. Das alles wird es bald nicht mehr geben, bzw. ist es in Gefahr ….

Die Zerschlagung von Ö1 (Österreich 1) beginnt

Wir haben es bereits beim Beschluss des Funkhausverkaufs 2014 vorhergesagt: Ö1 wird mit der Übersiedlung aus dem Wiener Funkhaus auf den Küniglberg seine Eigenständigkeit verlieren.

Zwar versicherte nach Protesten die ORF-Geschäftsführung, Ö1 werde auch auf dem Küniglberg seine Autonomie behalten (ORF-Generaldirektor Wrabetz ging zum 50. Geburtstag von Ö1 im Herbst 2017 sogar so weit, die finanzielle Stärkung von Ö1 zu versprechen), die diesen Versprechen jetzt folgende Wahrheit sieht aber ganz anders aus: Die “multimedialen Cluster“ auf dem Küniglberg, in die Ö1 eingebracht wird, werden durch die Hintertür sogar noch früher eingeführt als ursprünglich angekündigt.
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Was wir wollen

Wir wollen einem alten, hartnäckigen Missstand radikal entgegentreten: der politischen Vereinnahmung des ORF. Wie in Österreich die politischen Parteien in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hineinregieren, das passt nicht zu einer ausgereiften Demokratie. Weit reichende Entscheidungen (wie der geplante Funkhaus-Verkauf) werden im ORF vielfach nicht nach inhaltlichen Kriterien getroffen, ja manchmal nicht einmal nach dem Gebot sparsamen Wirtschaftens.

Sondern sie sind Teil von parteipolitischen Strategiespielen und Fehden. Gleiches gilt für die Besetzung von Führungspositionen. In der derzeitigen politischen Konstellation haben die An- und Zugriffe auf die ORF-Berichterstattung ein unerträgliches Ausmaß angenommen.

Eine Stärkung der Redakteursvertretung und eine durchgreifende Entpolitisierung des Stiftungsrates sind längst überfällig. Der ORF gehört weder den Parteien noch der ORF-Geschäftsführung. Der ORF “gehört“ den Bürger/innen Österreichs, die ihn mitfinanzieren …

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https://monikakrampl.wordpress.com

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